Propolis

Propolis/Kittharz

Bei der Erforschung der Biene stellten sich Biologen immer wieder die Frage, wie sich Honig in den Waben bei einer Temperatur von 30 °C aufwärts und einem mit Feuchtigkeit gesättigten Kleinklima in einwandfreiem Zustand erhalten kann. Außerhalb des Bienenstocks fängt unreifer Honig, der unverdeckelt geschleudert wurde, zu gären an.

Man fand einen Wirkstoff, das Bienenkittharz, auch Propolis genannt. Diesem natürlichem Antibiotikum, einem harzähnlichem Stoff, verdankt der Bienenstock seine Keimfreiheit. Die Bienen holen diese braune und klebrige Masse von den Blattknospen oder Rinden verschiedener Baumarten. Sie verändern die Propolis mit ihrem Speichel, mischen teilweise Wachs darunter und bringen sie im Bienenstock überall dorthin, wo sich schädliche Keime, Bakterien und Pilze einnisten könnten. Diese Einbalsamierung soll nicht nur gegen Viren und Kleinstlebewesen Schutz gewähren, auch Unwelteinflüsse neuzeitlicher Technik (wie elektromagnetischer Felder) veranlassen die Bienen, verstärkt ihre Behausung mit Propolis abzuschirmen.

Diese und weiteren antibiotischen Eigenschaften verdankt die Propolis ihre Wiederentdeckung und heutige Verwendung in vielen Bereichen der Naturmedizin.